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Alternativ Medizin

Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein, Sie ist es.

(Robert Walser, schweizer Schriftsteller)

Auf dieser Seite wollen wir homöopatische Mittel und allerlei Hausmittelchen von Großmutter zur Verfügung stellen.
Die meisten davon wenden wir bei uns selbst sowie bei unseren Tieren bei Bedarf an.
Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und weisen darauf hin, dass jedes Lebewesen diese anders verwertet.
Die gelisteten Exenzen und Tipps ersetzen keinen Tierarztbesuch!

Knoblauch

Anwendung: frisch gepresst oder Granulat gegen Zecken bei Hund
Dosierung: 1/2 bis 1 Knoblauchzehe pro Tag ins Futter oder ca. 1 Teelöffel Knoblauchgranulat
Wirkung: zeckenfrei - Blut mit Knoblauch schmeckt nämlich nicht, außerdem wirkt Knoblauch antiseptisch, entzündungshemmend, von außen, aber ebenso von innen


Ledum D200

Anwendung: Globuli gegen Zecken bei Hund & Mensch
Dosierung: 5 - 10 Globuli alle 4 - 6 Wochen direkt auf die Schleimhaut
Wirkung: http://www.homoeopathiker.de/Galerie/l/ledum1.htm
Quelle: Yasmine Dörflinger - www.tiermassage-ausbildung.at


Okoubaca D30

Anwendung: Globuli gegen leichten, plötzlichen Durchfall bei Hund & Mensch
Dosierung: 5 - 10 Globuli bis zu 3x täglich direkt auf die Schleimhaut
Quelle: Manuela Nassek - www.manuela-nassek.at


Arnica D30

Anwendung: Wichtiges Trauma- und Wundheilungsmittel z. B. bei Verletzungen, Zerrungen, Quetschungen, Prellungen, Verstauchungen, Blutungen aller Art, vor und nach Operationen zur Beschleunigung der Heilung, während der Geburt.
Dosierung: 5 - 10 Globuli bis zu 3x täglich direkt auf die Schleimhaut



KRÄUTERÜBERSICHT

 

Anis - Pimpinella anisum
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Der wichtigste Wirkstoff des Anis sind das angenehm duftende ätherische Öl sowie Kumarine und Flavonoide.
Heilwirkung und Verwendung: Anis kann insbesondere bei Magen-Darm-Katarrh, Magenkrämpfen, zur Verdauungsförderung und gegen Blähungen bei Hunden eingesetzt werden, da es eine krampflösende Wirkung hat. Genau wie Fenchel steht Anis im Ruf, die Milchsekretion anzuregen. Deshalb kann man trächtigen und säugenden Tieren bereits kurz vor der Geburt und auch nachher in der Säugezeit Anispulver in das Futter rühren.
Anwendung: Anis kann als Pulver ins Futter gemischt oder als leicht gesüßter Tee verabreicht werden. Katzen erhalten etwa 1 bis 2 Gramm pro Tag, Hunde je nach Größe 2 bis 5 Gramm. Der Duft von Anis wirkt beruhigend und erwärmend.

Rezept für Anistee:
1 - 2 TL getrocknete und zerkleinerte Früchte mit kochendem Wasser aufgießen, 10 - 15 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Hinweis:
Anis sollte nicht dauernd in großen Mengen verfüttert werden


Arnika - Arnica montana
Anwendung: äußerlich
Inhaltsstoffe: Von den zahlreichen Inhaltsstoffen der Arnika (Gerbstoffe, Flavonoide, Kieselsäure, ätherisches Öl) sind jene hervorzuheben, die eine desinfizierende, entzündungshemmende und wundheilende Wirkung haben (Sequiterpenlaktone).
Heilwirkung und Verwendung: Bei Arnika steht die äußere Anwendung bei Zerrungen, Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Blutergüssen und Muskelkater im Vordergrund. Auch rheumatische Muskel- und Gelenkbeschwerden von älteren Hunden können mit Arnika behandelt werden.
Anwendung: Verwendet wird vor allem Arnika-Tee für Umschläge bei stumpfen Verletzungen.

Rezept für Arnikatee:
1 bis 2 Teelöffel getrocknete Arnikablüten mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abgießen. Den Tee 1:1 mit Wasser verdünnt für Umschläge verwenden.

Hinweis:
Arnika nicht überdosieren (Hautreizungen, allergische Reaktionen) und keinesfalls für die Augen und offene Wunden verwenden.


Artischocke - Cynara scolymus
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe Die Artischocke enthält Bitterstoffe (Kynaropikrin, Kynarin), Gerbstoffe, Flavonoide, Inulin und Monosaccharide.
Heilwirkung und Verwendung: Im Mittelalter wurde die Heilwirkung der Blätter bekannt und gegen Leberunterfunktion, Gallenstörung und zur Regenerierung der Verdauungsorgane eingesetzt. Die Blätter erneuern die Leberzellen und fördern die Fettverdauung. Sie lindern Leberschwellung und Gelbsucht, steigern die entgiftende Arbeit der Leber und können Gallensteine verhindern, da der Gallenfluß gefördert wird. Dieser bewirkt, daß das Blut gereinigt wird. Auch bei Gicht oder Rheuma kann die Artischocke verfüttert werden.
Anwendung: Getrocknet oder frisch ins Futter geben oder als Tee anbieten.

Rezept für Artischockentee:
5 g Blätter mit 1/4 Liter Wasser übergießen, leicht köcheln lassen, nach 15 Minuten abseihen.

Hinweis:
Säugende Tiere sollten keine Artischockenblätter einnehmen, da sie die Milchbildung hemmen können. Bei einer Überempfindlichkeit gegen Korbblütler können allergische Reaktionen auftreten.


Baldrian - Valeriana officinalis
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Die baldriantypischen Bitterstoffe (Valepotriate) wirken ausgleichend auf unsere Gehirnleistungen: Bei Konzentrationsschwäche wirken sie anregend, bei starker Erregung und nervöser Unruhe hingegen beruhigend.
Heilwirkung und Verwendung: Baldrian kann verwendet werden bei Nervosität, Unruhe, bei Krämpfen und zur Beruhigung bei Fieber. In der Medizin der Sinti und Roma gibt es ein Rezept, nach dem Herzschwäche und Atemnot älterer Hunde mit einem starken Baldriantee behandelt werden.
Anwendung: Fein gemahlen unter das Futter gemischt oder als Tee (Dosierung: Kleine Hunde bis 5 kg und Katzen: 1 TL / Hunde bis 15 kg: 1 EL / Hunde bis 30 kg: 1 – 2 EL / Hunde über 30 kg: 2 – 4 EL).

Rezept für Baldriantee:
½ Handvoll Wurzeln mit ½ Liter Wasser aufkochen, ziehen lassen, abgießen, 1 Tropfen Arnikatinktur zufügen und dem Hund jede Stunde 1 Teelöffel geben.

Hinweis:
Erst sehr große Dosen Baldrian wirken beruhigend, zu kleine Mengen wirken stimulierend.


Basilikum - Ocimum basilicum
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Die Heil- und Gewürzpflanze enthält unter anderem Terpene, Saponine, Gerbstoffe, Flavonoide, Kalzium und ätherisches Öl.
Heilwirkung und Verwendung: Basilikum fördert die Verdauungsvorgänge in Magen und Darm, verhindert Blähungen, regt die Nieren an und dient der Versorgung von Spurenelementen. Auch bei Harnwegs- und Pilzinfektionen sowie Atemwegserkrankungen kann Basilikum angewendet werden. In der Aromatherapie für Menschen wird dem ätherischen Öl des Basilikums eine erhebende, motivierende Wirkung auf Geist und Seele zugeschrieben.
Anwendung: Als Tee oder fein gemahlen unter das Futter gemischt (Dosierung: Kleine Hunde bis 5 kg und Katzen: 1 TL / Hunde bis 15 kg: 1 EL / Hunde bis 30 kg: 1 – 2 EL / Hunde über 30 kg: 2 – 4 EL).

Rezept für Basilikumtee:
2 TL getrocknete Blätter mit 1/4 L kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, absieben.

Hinweis:
Nicht länger als eine Woche verabreichen.


Birke - Betula pendula & Betula pubescens
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Birkenblätter enthalten viel Vitamin C, Saponine, Flavonoide, Gerbstoffe und ein ätherisches Öl mit Methylsalicylat.
Heilwirkung und Verwendung: Die Birkenblätter helfen bei einer schnellen Ausscheidung von Abfallprodukten über den Urin, bei der Behandlung von Nieren- und Blasensteinen, Harnwegsinfektionen und rheumatischen Beschwerden. Birkensaft ist ein leicht harntreibendes Mittel. Das aus Blättern gewonnene Öl hat eine antiseptische Wirkung und wird häufig zur Behandlung von Ekzemen verwendet. Abkochungen aus Rinde können bei chronischen Hautbeschwerden als Lotion benutzt werden. Die Rinde kann auch in Öl eingeweicht werden, um dieses dann auf rheumatische Gelenke zu reiben.
Anwendung: Fein gemahlen unter das Futter gemischt oder als Tee anbieten (Dosierung: Kleine Hunde bis 5 kg und Katzen: 1 TL / Hunde bis 15 kg: 1 EL / Hunde bis 30 kg: 1 – 2 EL / Hunde über 30 kg: 2 – 4 EL).

Rezept für Tee:
2 TL getrocknete Blätter mit 1/4 L kochendem Wasser übergießen, nach 15 Minuten abseihen.

Hinweis:
Nicht bei Nieren- oder Herzproblemen verfüttern.


Brennessel - Urtica dioica
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Die Brennessel enthält u.a. Gerbstoffe, Histamin, Acetylcholin, Ameisensäure, Kalium, Kalzium, Eisen, Kieselsäure, Lezithin, Vitamin A, C und B2.
Heilwirkung und Verwendung: Brennesselkraut regt die Nierentätigkeit an, wirkt blutbildend (rote Blutkörperchen) und harnsäuresenkend, mindert Durchfall, reguliert Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm und wirkt sich positiv auf den gesamten Stoffwechsel aus. Besonderns für fleischverzehrende Tiere ist es unerlässlich, immer wieder die Nieren anzuregen, denn Fleischnahrung belastet den Organismus stark mit Abbauprodukten des Eiweißstoffwechsels. Die stickstoffhaltige Endproduktion des Stoffwechsels müssen schnell durch die Nieren ausgeschieden werden. Auch bei Pollenallergien (Frühjahrskur) und rheumatischen Beschwerden (Herbstkur) hilft die Brennessel. Eine Abreibung mit Brennesseltee gibt ein glänzendes Fell und hilft bei allergischen Ausschlägen und Flohbissen.
Anwendung: Brennessel sollte wenn möglich das ganze Jahr über verfüttert werden. Am besten werden die getrockneten, pulverisierten Brennesselblätter täglich mit ins Futter gemischt (1 gestrichener Teelöffel für Katzen und kleine Hunde, 2 bis 3 Teelöffel für größere Hunde). Auch die Samen können ins Futter gemischt werden.

Rezept für Brennesseltee:
2 TL Blätter mit 1/4 L heißem Wasser übergießen und nach 7 Min. abseihen.

Hinweis:
Die Brennhaare der Blätter sollten leicht gequetscht werden – am besten mit einem Teig-Ausroller leicht darüber rollen.


Dill - Anethum graveolens
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Die Pflanze enthält u.a. Tanningerbstoff, ätherisches Öl (50% Carvon), Harze, Kalium, Schwefel, Natrium und Vitamin C.
Heilwirkung und Verwendung: Dill wirkt beruhigend auf die Verdauungsorgane, lindert Magen- und Darmkrämpfe und hilft bei Blähungen. Auch bei Husten, Erkältungskrankheiten und Grippe kann Dill unterstützend eingesetzt werden. Das enthaltene ätherische Öl soll antibakteriell und pilztötend wirken.
Anwendung: Als Tee oder fein zerhackt im Futter anbieten (Dosierung: Kleine Hunde bis 5 kg und Katzen: 1 TL / Hunde bis 15 kg: 1 EL / Hunde bis 30 kg: 1 – 2 EL / Hunde über 30 kg: 2 – 4 EL).

Rezept für Dilltee:
2 Gramm zerstoßene Dillsamen oder Dillkraut mit 100 ml kochendem Wasser aufgießen, nach 6 Min. abseihen.


Erdbeere - Fragaria vesca
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Die Erdbeere zeichnet sich durch einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt aus (u.a. Vitamin C bis 50 mg/100g, Vitamin A, Vitamin E, Vitamin K, Biotin, Kalium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Natrium). Die Blätter enthalten vor allem Gerbstoffe und wirken somit zusammenziehend.
Heilwirkung und Verwendung: Die Erdbeere wird bei Leber- und Gallenleiden, Magen- und Darmstörungen, Herzbeschwerden, Blutarmut, als allgemeines Stärkungsmittel, gegen Rheuma und Gicht und bei Bronchitis angewandt.
Anwendung: Die Blätter oder Beeren frisch oder getrocknet ins Futter geben oder als Tee verabreichen.

Rezept für Tee:
1 TL voll Erdbeerblätter mit einer Tasse Wasser aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.


Fenchel - Foeniculum vulgare
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Hauptwirkstoffe sind die ätherischen Öle Anethol und Fenchon.
Heilwirkung und Verwendung: Fenchel wird traditionell verwendet bei Erkältungskrankheiten, insbesondere bei Bronchitis. Auch bei funktionalen Verdauungsstörungen und Blähungen wird der Tee im Trinknapf angeboten, eventuell leicht gesüßt mit Honig. Fenchelfrüchte können den Tieren auch ins Futter gemischt werden (max. 1 zerstoßener TL für einen großen Hund). Sehr zu empfehlen sind Augenspülungen mit dem Fencheltee bei Augenerkrankungen, besonders bei Lidrand- und Bindehautentzündungen. Fenchel ist für alle Haustiere geeignet. Bei Milchmangel wird ein Tee aus Fenchel, Anis, Korainder und Kümmel zubereitet.
Anwendung: Getrocknete Fenchelfrüchte ins Futter mischen (max. 1 zerstoßener TL für einen großen Hund) oder als Tee anbieten.

Rezept für Fencheltee:
1 Teelöffel Fenchelfrüchte wird unmittelbar vor der Zubereitung zerdrückt. Die Fenchelfrüchte mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, absieben.

Hinweis:
Kann bei zu hohen Dosen zu Krämpfen und erhöhter Temperatur führen.


Frauenmantel - Alchemilla vulgaris
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Der Frauenmantel enthält Tanningerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe, Amine und Ätherische Öle
Heilwirkung und Verwendung: Innerlich angewendet hilft er bei Durchfall, Magen- und Darmbeschwerden und Husten. Er wirkt zudem blutreinigend, stärkt die Gebärmutter während der Trächtigkeit und fördert die Milchbildung. Äußerlich verwendet man den Tee zu Waschungen und Spülungen bei nässenden Ekzemen, eiternden Wunden und bei Scheidenausfluß. Aufgrund der Herabsetzung der Zellmutationsrate hat der Frauenmantel auch einen hohen Stellenwert bei der Vorbeugung gegen Krebserkrankungen.
Anwendung: Der Tee wird innerlich verabreicht oder für äußerliche Waschungen verwendet.

Rezept für Tee:
2 TL Blätter mit 1/4 L heißem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen.

Hinweis:
Aufgrund des hohen Tannin-Gehalts (Leberreizungen) nur als Tee anbieten.


Giersch - Geissfuß - Aegopodium podagraria
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl
Heilwirkung und Verwendung: Die Pflanze wurde früher wegen ihrer leicht entwässernden Wirkung gegen die Gicht eingesetzt.
Anwendung: Giersch hilft allerdings nur in frischer Form ! Die jungen Blätter werden ins Futter geschnitten und ihre mild nierenanregende Wirkung ist günstig für den Stoffwechsel.
Dosierung: Kleine Hunde bis 5 kg und Katzen: 1 TL / Hunde bis 15 kg: 1 EL / Hunde bis 30 kg: 1 - 2 EL / Hunde über 30 kg: 2 - 4 EL


Gänseblümchen - Bellis perennis
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Die wichtigsten Wirkstoffe sind Saponine, die eine einweichende, auflösende Wirkung haben, Bitterstoffe, Gerbstoffe sowie ätherisches Öl.
Heilwirkung und Verwendung: Kleingeschnittene Gänseblümchenblätter und -blüten werden bei Magenverstimmungen (Magen, Darm, Galle), Erkältungskrankheiten (z.B Husten) sowie Rheuma und Gicht dem Futter zugefügt. Sie regen den gesamten Stoffwechsel an und können den Appetit fördern. Bei chronischen und juckenden Hautkrankheiten hilft ein tägliches Abtupfen mit dem Tee.
Anwendung:
Dosierung für Blätter: Kleine Hunde bis 5 kg und Katzen: 1 TL / Hunde bis 15 kg: 1 EL / Hunde bis 30 kg: 1 – 2 EL / Hunde über 30 kg: 2 – 4 EL
Dosierung für Blüten: min. 2, max. 10 am Tag.

Rezept für Gänseblümchentee:
1 EL getrocknete Blüten mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, absieben.

Hinweis:
Wegen des hohen Saponingehalts nicht überdosieren.


Himbeere - Rubus idaeus
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Die Himbeere (Blätter und Früchte) enthält Flavonoide, Gerbsäuren, Vitamin A, B, C und E, Mineralstoffe, Kalium und Tannine.
Heilwirkung und Verwendung: Die Himbeere ist ein adstringierendes, blutreinigendes Kraut. Innerlich hilft sie bei Durchfall und allgemeinen Problemen des Magen-Darm-Traktes. Am wichtigsten jedoch ist die entspannende Wirkung auf die Gebärmuttermuskulatur während der Trächtigkeit und das Erleichtern der Geburt. Die Eröffnungswehen sind weniger schmerzhaft und die Presswehen stärker und effizienter. Die rohen Früchte, welche basenüberschüssig sind und das Gewebe entsäuern, helfen gut bei Verstopfung, stärken die Nerven und geben Energie.
Anwendung: Die Himbeerblätter werden getrocknet oder frisch unter das Futter gemischt (keine Überdosierung möglich) oder als Tee angeboten.

Rezept für Tee:
2 gehäufte TL feingeschnittene Himbeerblätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen und danach abseihen.

Hinweis:
Das übermässige Verfüttern von rohen Beeren kann zu Durchfall führen.


Hopfen - Humulus lupulus
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Hopfen enthält ätherische Öle, Bitterstoffe, Methylbutenol, Flavonoide, Gerbstoffe sowie Polysaccharide.
Heilwirkung und Verwendung: Hopfen ist ein mildes Beruhigungs-, Schlaf- und Schmerzmittel mit hormoneller und antibakterieller Wirkung. Hopfen lindert Magen-Darm-Beschwerden, Blasenentzündungen, Kopfschmerzen und hilft bei Nervosität. Auch bei Hautinfektionen wie Ekzemen und Geschwüren kann Hopfen eingesetzt werden. Hopfen kann bei trächtigen Tieren die Produktion der Muttermilch erhöhen und wird bei den Roma und Sinti zur Behandlung von Wurmbefall verwendet.
Anwendung: Die Hopfenblüten (max. acht Stück) können dem Futter getrocknet oder frisch beigemischt werden. Für die Behandlung von Hautinfektionen empfehlen sich Umschläge mit in Hopfentee getränkten Tüchern.

Rezept für Hopfentee:
1 TL mit 1/4 Liter heißem Wasser übergießen und nach 10 - 15 Minuten abseihen.


Kamille - Chamomilla recutita
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Der wichtigste Inhaltsstoff ist ein kompliziert zusammengesetztes ätherisches Öl, dessen wichtigster Bestandteil das Chamazulen ist. Dazu kommen noch Flavonoide und Cumarin.
Heilwirkung und Anwendung: Sowohl die äußere als auch die innere Anwendung basieren auf der schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung der Kamille. Entzündete Wunden, aber besonders auch entzündete Schleimhäute am Mund (Lefzen, Zahnfleisch), an der Nase oder im Anal- und Vaginalbereich, sollten mehrmals am Tag mit Kamillentee gewaschen werden. Nach dem sorgfältigen Abwaschen wird der entzündete Bereich mit Ringelblumensalbe eingerieben. Besonders bei Hunden dessen Analdrüsen zum Verkleben und zur Entzündung neigen, ist das Reinigen mit Kamillentee wichtig. Hunde können bei Magenverstimmungen, besonders bei Gastritis, Kamillentee im Trinknapf erhalten.

Rezept für Kamillentee:
1 EL getrocknete Kamillenblüten mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt stehen lassen, absieben.

Hinweis:
Kamillentee sollte nicht dauernd zur Vorbeugung und nicht für Augenbäder verwendet werden (austrocknende Wirkung).


Kümmel - Carum carvil
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Wichtigster Bestandteil ist das charakterisch duftende ätherische Öl Carvon.
Heilwirkung und Verwendung: Haupteinsatzbereich sind Verdauungsstörungen, die sich durch aufgetriebenen Bauch und Blähungen bemerkbar machen. Kümmel kann bei Krämpfen im Magen-Darm-Trakt, Muskelschmerzen, Rheuma, Gicht und Husten helfen und steigert die Durchblutung. Die Wirkung des Kümmels ist ähnlich wie bei Fenchel und Anis – Kümmel wirkt jedoch am stärksten.
Anwendung: Der Kümmel wird entweder ins Futter gemischt (kleine Prise), als Kümmeltee im Trinknapf angeboten oder als Auflage verwendet.

Rezepte:
Rezept für Tee: 1 TL Kümmelfrüchte kurz vor der Zubereitung zerstoßen und mit 1/4 L siedendem Wasser aufgießen. 10 - 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
Rezept für Auflage: Den Kümmel in ein Leinensäckchen füllen und in warmem Wasser erwärmen. Mehrmals täglich jeweils für einige Minuten auf die schmerzende Stelle legen.

Hinweis:
Innerlich nicht überdosieren!


Löwenzahn - Taraxacum officinale
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Löwenzahn gilt in der Humanmedizin als bitterstoffreiches Tonikum (= Stärkungsmittel). Er enthält außer den Bitterstoffen enzymatisch wirkende Substanzen, kreislaufwirksames Cholin, auflösende „erweichende“ Saponine, viel Kalium und in den frischen Blättern viel Vitamin C.
Heilwirkung und Verwendung: Frische Löwenzahnblätter wirken regenerierend und entwässernd. Diese nierenanregende „blutreinigende“ Wirkung ist vor allem bei rheumatischen Erkrankungen und Arthrose sehr hilfreich. Hervorzuheben ist auch seine magenstärkende und bei funktionalen Magenstörungen heilende Wirkung. Neigt ein Tier zu Krämpfen und Koliken, sind Löwenzahnblätter besonders zu empfehlen - oder man verabreicht die Wurzel. Außerdem hat Löwenzahn eine leberstärkende Wirkung und regt die Galleproduktion an, was die Verdauung fördert.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass wohl kaum eine andere Pflanze so vielfältig einzusetzen ist wie der Löwenzahn.
Anwendung: Die getrockneten oder frischen Blätter, Wurzeln oder Früchte werden den Tieren kleingeschnitten ins Futter gemischt. Dosierung: Kleine Hunde bis 5 kg und Katzen: 1 TL / Hunde bis 15 kg: 1 EL / Hunde bis 30 kg: 1 – 2 EL / Hunde über 30 kg: 2 – 4 EL


Melisse - Zitronenmelisse - Melissa officinalis
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Die wichtigsten Bestandteile sind ätherische Öle mit dem charakteristischen Zitronenduft. Dazu kommen Gerbstoffe und Flavonoide.
Heilwirkung und Verwendung: Sie hat eine krampflösende und beruhigende sowie antibakterielle und gegen Viren gerichtete Wirkung. Ihr Einsatzbereich bei Mensch und Tier reicht von nervösen Herzbeschwerden und nervösen Magen-Darm-Störungen über Unruhe bis zu leichten Fällen von Schlaflosigkeit. Ältere Tiere neigen häufig zu Herzschwäche, was sich durch schweres Atmen, Ermüdbarkeit und in gravierenden Fällen durch Wassersucht bemerkbar macht. Hier leistet eine Teemischung aus Zitronenmelisse mit Blättern und Blüten des Weißdorns, zu gleichen Teilen gemischt, möglichst täglich getrunken, gute Dienste.
Anwendung: als Tee anbieten

Rezept für Melissentee
1 TL Melissenblätter mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abgießen.
Nelke - Eugenia caryophyllata
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Die Nelken enthalten ein ätherisches Öl, das antiseptisch wirkt, sowie Gerbstoffe.
Heilwirkung und Verwendung: Die Nelke ist ein aromatisches, desinfizierendes, schmerzstillendes, verdauungsförderndes, magenschonendes, fiebersenkendes, bakterien- und pilzabtötendes Kraut. Sie wird innerlich als herzstärkendes Mittel bei Fieber, bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich sowie bei Magenverstimmungen und Durchfall verwendet.
Anwendung: Die Rinde wird fein gemahlen über das Futter gestreut.


Oregano - Origanum vulgare
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Oregano enthält Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle, Thymol, Karvakrol und Karyphyllen.
Heilwirkung und Verwendung: Die bekannte Gewürzpflanze hat krampflösende, stimulierende und harntreibende Eigenschaften und hilft so bei Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Blähungen, Erkältungen, Husten und chronischer Bronchitis, Gicht und Rheuma.
Anwendung: Als Tee oder kleingeschnitten im Futter anbieten. Dosierung: Kleine Hunde bis 5 kg und Katzen: 1 TL / Hunde bis 15 kg: 1 EL / Hunde bis 30 kg: 1 – 2 EL / Hunde über 30 kg: 2 – 4 EL

Rezept als Tee:
2 - 3 TL getrocknetes Kraut mit 1/4 L siedendem Wasser aufgießen, 10 Min. zugedeckt ziehen lassen, danach abseihen.

Hinweis:
Nicht an trächtige Tiere verfüttern!


Pfefferminze - Mentha piperita
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Menthol gehört zu den Ätherischen Ölen und ist verantwortlich für den stark krampflösenden Effekt der Pfefferminze. Es wirkt leicht betäubend auf die Magenschleimhaut und leicht anregend auf den Gallenfluss. Die enthaltenen Enzyme Peroxydase und Katalase sind wirksame Immun- und Blutkräftigungsmittel. Die Bitterstoffe fördern die Verdauung. Die Pfefferminze ist reich an Kalium, Kalzium und B-Vitaminen (Riboflavin, Niazin und Folsäure).
Heilwirkung und Verwendung: Pfefferminze ist besonders bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden (Darmkoliken), gereiztem Magen, Entzündungen der Magenschleimhaut und Durchfall hilfreich.
Anwendung: Pfefferminze kann unters Futter gemischt oder als Tee angeboten werden. Katzen und kleine Hunde sollten nicht mehr als 1 Teelöffel am Tag bekommen, große Hunde höchsten 1/2 Esslöffel.

Rezept für Pfefferminz-Tee:
1 EL getrocknete Blätter mit heißem Wasser aufgießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen (oder 4 - 5 frische Pfefferminzblätter verwenden).

Hinweis:
In hohen Dosierungen kann Pfefferminze giftig sein! Nicht über längere Zeit anwenden (wirkt vermindernd auf die Magensäure)!


Rosmarin - Rosemarinus officinalis
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Rosmarin enthält Kampfer, Pinen, Bitter- und Gerbstoffe, Flavonoide, Nikotinsäure, Salizylate, Zineol, Borneol und Thymol.
Heilwirkung und Verwendung: Rosmarin hat eine schweiß- und harntreibende, krampflösende, schmerzstillende und stärkende Wirkung. Innerlich angewendet hilft Rosmarin bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Blähungen, Reinigung von Nieren und Leber, schwachem Kreislauf, zur Stärkung des Herzens und des Nervensystems, Lähmungen und Erschöpfung. Äußerlich hilft Rosmarin bei Ekzemen, Geschwüren, schlecht heilenden Wunden, Rheuma, Arthritis, Muskelverletzungen und Insektenstichen.
Anwendung: Rosmarin wird getrocknet oder frisch unter das Futter gemischt oder als Tee angeboten. Für die äußerliche Anwendung werden Tücher mit dem Tee getränkt und auf die zu behandelnde Stelle gelegt oder damit abgetupft.

Rezept für Tee:
1/4 Liter heißes Wasser über 1 TL Rosmarinblätter gießen und nach 15 Minuten wieder abseihen.

Hinweis:
Nicht in grossen Mengen an trächtige Tiere verfüttern!


Sanddorn - Hippophae rhamnodies
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Die Früchte enthalten Flavonoide, Flavone, Carotenoide, Ascorbinsäure, Vitamin A, C und E, Schwefel, Selen, Zink und Kupfer. Die Samen besitzen eine hohe Konzentration an alpha-Linolensäure und Vitamin B 12.
Heilwirkung und Verwendung: Sanddornfrüchte steigern die Abwehrkräfte, wirken adstringierend und helfen bei Erkältungen und Schleimhautentzündungen. Äußerlich angewendet helfen sie bei Hautreizungen und –ausschlägen, Verbrennungen und der Behandlung von Wunden.
Anwendung: Innerlich bis zu 1 TL getrocknete, pulverisierte Sanddorn-Früchte oder Sanddorn-Mus unters Futter mischen.

Rezept für innerliche Anwendung:
1 kg frische Früchte kurz erhitzen, durch Sieb streichen, Honig hinzugeben und ca. 20 Minuten rühren, bis eine dickflüssige Masse entsteht.


Spitzwegerich - Plantago lanceolata
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Spitzwegerich enthält Schleim, Bitterstoffe, Flavonoide, Kieselsäure und andere Mineralstoffe wie das Glykosid Acubin, das eine deutlich antibiotische Wirkung hat.
Heilwirkung und Verwendung: Als Heilmittel sind Spitzwegerichblätter hochwirksam bei Nieren- und Blasenerkrankungen, Bronchitis und andern Erkältungskrankheiten. Wegen seiner antibiotischen Wirkung sind Magen-Darm-Infektionen, vor allem Durchfall und Krämpfe, ein weiterer wichtiger Einsatzbereich.
Anwendung: Spitzwegerichblätter (getrocknet oder frisch) ins Futter gehören zu den empfehlenswertesten Kräutern zur vorbeugenden Gesundheitspflege (Dosierung: Kleine Hunde bis 5 kg und Katzen: 1 TL / Hunde bis 15 kg: 1 EL / Hunde bis 30 kg: 1 – 2 EL / Hunde über 30 kg: 2 – 4 EL).

Rezept für Tee:
1 TL getrocknete Blätter mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, abgießen.

Hinweis:
Nicht in größeren Mengen und nicht dauernd geben!


Thymian - Thymus vulgaris
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Von allen Würzkräutern hat Thymian den höchsten Eisengehalt. Auch enthalten sind u.a. Ätherische Öle, Terpinen, Gerb- und Bitterstoffe sowie Flavonoide.
Heilwirkung und Verwendung: Thymian wirkt antiseptisch, appetitanregend und fördert die Gallensekretion. Er ist magenfreundlich, löst Krämpfe im Magen-Darm-Trakt und ist blähungstreibend. Übelriechender dünner Kot wird normalisiert. Außerdem hat Thymian eine lange Tradition als wurmtreibendes Mittel. Der Tee ist auch bei Blasenkatarrh sehr wirksam. Er kann zum Abwaschen von Ekzemen, Krätze oder anderen Hautkrankheiten verwendet werden oder auch vorbeugend und bei häufigem Einsatz den Befall von Ungeziefer vermindern.
Anwendung: Eingesetzt wird das kleingeschnittene Kraut oder der leicht gesüßte Tee. Umschläge werden mit Tee getränkt.
Das Asthma älterer Katzen behandelt man ebenfalls mit Thymian: 2 Teelöffel getrocknetes Thymiankraut mit ¼ Liter Milch erhitzen aber nicht kochen, ¼ Stunde ziehen lassen, absieben, mit Honig leicht süßen und der Katze anbieten.

Rezept für Thymiantee:
1 Teelöffel getrocknetes Kraut mit ¼ Liter kaltem Wasser übergießen, zum kochen bringen, absieben.


Weide - Salix alba
Anwendung: innerlich & äußerlich
Inhaltsstoffe: Die Rinde enthält unter anderem Salicylsäure, Flavonoide und Gerbstoffe.
Heilwirkung und Verwendung: Sie wirkt fiebersenkend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und antiseptisch und ist somit ideal bei Gelenkbeschwerden wie Arthrose, Arthritis, Entzündungen, usw. sowie bei hohem Fieber. Früher wurde die Rinde auch verwendet um innere Blutungen zu stillen.
Anwendung: Als Futterzusatz oder Tee anbieten oder für Umschläge verwenden.

Rezepte:
Rezept für Tee: 2 TL Weidenrinde mit 1 L kaltem Wasser übergießen, nach 3 Stunden zum Sieden bringen, 5 Minuten stehen lassen, dann abseihen.
Rezept für Umschläge: Zerdrückte Weidenrinde auf schmerzende Stelle legen.

Hinweis:
Nicht während der Trächtigkeit verabreichen!


Ysop - Hyssopus officinalis
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Ysop enthält Gerbstoffe, Flavonoide, Sitosterin, Urolsäure und Ätherische Öle.
Heilwirkung und Verwendung: Ysop wird bei Magen- und Darmstörungen, Atemwegserkrankungen wie Husten, Asthma, Entzündungen der Bronchien, Rheuma sowie Entzündungen der Harnwege, Nieren und Galle eingesetzt.
Anwendung: Als Tee oder kleingeschnitten ins Futter geben (1 TL für große Hunde).

Rezept:
3 EL Kraut mit 1 L kaltem Wasser übergießen, kurz aufkochen, nach 15 Minuten abseihen.

Hinweis:
Nicht überdosieren. Kann zu Krämpfen führen.


Zimt - Cinnamomum cassia
Anwendung: innerlich
Inhaltsstoffe: Zimtrinde enthält max 4% ätherische Öle, Safrol und Zimtsäureester; die Zimtblätter ca. 1% ätherisches Öl, das überwiegend aus Eugenol (70 bis 95%) besteht.
Heilwirkung und Verwendung: Die innere Rinde ist ein scharfes, süsses Kraut, kreislaufanregend, verdauungsfördernd und krampflösend. Innerlich angewendet wirkt sie gegen Durchfall, Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und Koliken, Erbrechen, Infektionen, Appetitlosigkeit, Nierenschwäche, Fieber, Erkältungen sowie arthritische und rheumatische Beschwerden.
Anwendung: Das feine Pulver wird über das Futter gestreut oder als Tee angeboten.

Rezept für Tee:
1 TL zerkleinerte Zimtrinde mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen und 10 Minuten bedeckt ziehen lassen, dann abseihen.


ALLGEMEINES über Homöopathische Mittel:

Verdünnung: bis zu einer D6 liegen die Stoffe substantiell vor, erst ab einer D12 ist nur noch die Information gegeben, die das Wirkprinzip eines Homöopathischen Mittels darstellt. Bei sehr niedrigen Potenzen D3-D6 liegt eigentlich eine Phytotherapie vor, die bei einigen Substanzen gewollt ist (z.B. Avena sat., Passiflora = gegen Unruhe und Schlafstörungen), bei anderen aber bei längerer Anwendung sogar zu Vergiftungen führen kann (z.B. Ignatia, Nux vomica, Belladonna).
Grundsätzlich empfiehlt http://www.hpamann.de/hausapotheke.html alle Mittel in einer D30 v.a. für die körperliche Ebene, einige auch in C30 falls auch psychische Symptome mit erfasst werden sollen.

Dosierung: im Anfangsstadium der Erkrankung werden innerhalb einer Stunde 2-3x ca 3-5 Globuli gegeben, dann noch 1-2x innerhalb von 24 Std. (je nachdem wann die Symptome wieder auftreten). Die nächsten Tage genügt dann meist eine Gabe D30/tgl, bzw. eine Gabe C30 2-3x/wchtl. Nach spätestens 10 Tagen ist die Therapie zu beenden; bei Nichterfolg sollten Sie einen Therapeuten zu Rate ziehen.


ALLGEMEINES über Kräuter:

Medikamente haben oft einen lange Liste an Nebenwirkungen.
Kräuterheilkunde ist eine Alternative, um die Gesundheit wieder zu erlangen oder zu behalten.
Die Vorfahren unserer Hunde haben schon nach Kräutern gesucht, d.h. sie haben nicht nur pflanzliche Kost aus Magen-Darm-Trakt der Beutetiere gefressen.
Heutige Haushund haben diese Gabe nicht verloren > z.B. GRAS fressen. Manche Hunde sind meist sehr wählerisch dabei.


HEILKRÄUTER SAMMELN:

Voraussetzung: Kenntnisse zum Bestimmen der Heilkräuter (Pflanzenbestimmungsbuch)

Wann sammelt man am Besten?
* Blüten: Beginn der Blütezeit
* Blätter: vor und während der Blütezeit
* Wurzeln: zeitig im Frühjahr oder im Herbst
* Früchte: zur Zeit der Reife


HALTBAR MACHEN:
TROCKNEN:
Kräuter werden klein geschnitten – nicht gewaschen! Das zerkleinerte Sammelgut auf Tücher oder unbedrucktes Papier legen.
> schattiger Ort im Freien oder luftige, warme Räume.

Blätter, Blüten: gebündelt an einen kühlen, gut belüfteten und trockenen Platz hängen. Nach dem Trocknen zerbröseln.
Sehr saftige Pflanzenteile, Rinden oder Wurzeln: im Backofen bei 35°, Tür einen Spalt offen lassen


AUFBEWAHRUNG:

* in dunklen Gläsern mit Baumwolltuch verschlossen
* Papiersackerl
* Verschließbare Kartons
* Baumwolltaschen (oben zubinden)
* EINFRIEREN
* in APOTHEKE oder REFORMHAUS kaufen


ZUBEREITUNG von KRÄUTERHEILMITTELN

KRÄUTERTEE:
eigentlich innere Anwendung, aber auch äußere Behandlung möglich (z.B. Hautirritationen)
* Heißer Aufguss: 2 EL frische oder 2 TL getrocknete Kräuter mit ¼ l kochedem Wasser übergießen, 8 – 10 min. ziehen lassen.
Behälter abdecken ! (ätherische Öle gehen sonst mit dem Dampf verloren)
* Kaltauszug: (geeignet für Baldrian oder Weidenrinde – Heilkräfteverlust durch Hitze)
2 EL frische oder 2 TL getrocknete Kräuter mit ¼ l kalten Wasser übergießen, 8 – 12 Stunden auslaugen lassen, dann abseihen und in ein Schraubglas geben.
Max. 2 – 3 Tage haltbar!

KRÄUTERÖLE:
(gut für innere Anwendung, aber auch als Einreibung, z.B. Verstauchung, Verbrennung)
Klein geschnittene, saubere, frische Blüten oder Kräuter bis zur Hälfte in ein Schraubglas geben, kalt gepresstes Oliven- oder Sonnenblumenöl dazugeben bis Gefäß zu drei Viertel gefüllt ist.
Das Öl sollte gut 2 Finger breit über den Blüten oder Kräutern sein. Gefäß gut schließen und 3 – 5 Wochen an einem sonnigen Ort stehen lassen. Täglich schütteln. Danach abgießen, Kräuter gut auspressen, in eine dunkles Glas füllen.
Haltbarkeit bis zu einem Jahr!

KRÄUTERSALBEN:
(gut für innere Anwendung, aber auch als Einreibung, z.B. Verstauchung, Verbrennung)
Gehäufte Doppelhand frische oder eine gehäufte Hand getrocknete Kräuter - 250 g Vaseline schmelzen (nicht kochen!) - Kräuter oder Blüten dazu - 10 min sanft köcheln.
Möglichkeit: 1 – 2 TL Honig oder 10 Tropfen Propolis dazu Abseihen.
In ein Glas- oder Porzellantöpfchen füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Haltbarkeit: mehrere Monate

TINKTUREN:
innere und äußere Anwendung (Bewegungsapparat)
200 g frische oder 100 g getrocknete Kräuter locker in ein Gefäß füllen - mit 60–70%-igem Alkohol aufgießen - mind. 4 Wochen an dunklen, warmen Ort stellen - 2–3 täglich durchschütteln - Abseihen, Rückstand auspressen - Fertig

SPRAYS und SPÜLUNGEN:
(z.B. zur Beruhigung von Hautirritationen)
Werden aus Auszügen (Tee) gewonnen

KRÄUTERSÄCKCHEN:
getrocknete Kräuter in ein Baumwolltuch geben, verschließen, unter die Hundedecke oder ins Körbchen geben (z.B. Lavendel zur Beruhigung) oder als Auflage bei Verstauchungen (mit heilenden Kräutern gefüllt)

KRÄUTERPILLEN:
Etwas festen Honig und Vollkornmehl (bei Getreideallergie Heilerde oder Milchzucker) - Kräuter dazu und kleine Kugeln daraus drehen.

INHALTSSTOFFE von HEILKRÄUTERN

Alkaloide: sehr wirksame Stoffe, sind stark heilsam bis extrem giftig. Alkaloide sind stickstoffhaltige Basen und häufig an organische Säuren gebunden. Wasserlöslich.
Vorkommen: z.B in Tollkirsche und Eisenhut
Von Fachmann zu dosieren!

Ätherische Öle: Arteigener Geruch der Pflanze, kommt in allen Pflanzenteilen vor. Sind leicht flüchtig und können bei Verdunstung vollständig verschwinden
z.B. Thymian, Lavendel Salbei
Wirkung: haut-, bzw. schleimhautreizend, Krampflösend, Bakterienhemmend

Bitterstoffe: Wasserlöslich. Wirken häufig auf Magen-Darm-Bereich, regen die Verdauung an
z.B. Enzian

Cholin: Besonders während der Keimung in der Pflanze
Wirkung: Kann Blutdruck senken, Erregbarkeit der Darmmuskulatur erhöhen
z.B. in Bockshornklee , Löwenzahn

Flavone: Gelber Pflanzenfarbstoff
Wirkung: Herzstärkend bis leberanregend
z.B. in Lindenblüten, Ginster, echter Kamille

Flavonoide: wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe

Carotenoide: Farbstoffe, gelbe bis rötliche Farbe

Gerbstoffe:
Wirkung: adstringierend (zusammenziehend), wirken auf Haut und Schleimhäute
z.B. in Hamamelisblättern, Eichenrinde

Glykoside: Sind ätherische Zuckerverbindungen (dazu zählen viele Farb-, Riech- und Gerbstoffe)
z.B. in Maiglöckchen, Fingerhut

Harze: Sind Pflanzenexkrete. Werden zur Salbenherstellung verwendet.
Wirkung: helfen bei Haut- u. Schleimhautreizungen
z.B. in Hängebirke, gewöhnliche Esche

Muzilaginosa: Schleimstoffe
Wirkung: schützend auf Haut- und Schleimhäute

Org. Säuren: u.a. Apfel-, Ameisen-, Wein- und Oxalsäure
z.B. in Sauerampfer (Oxalsäure)

Saponine: Werden vom Organismus nicht aufgenommen (sind giftig!). Ermöglichen aber anderen Stoffen eine bessere Aufnahme durch Darmschleimhaut. Ergeben beim Schütteln mit Wasser einen seifenartigen Schaum, daher der Name.
z.B. in Thymian, Ringelblume

Vitamine:
Wasserlösliche: B,C
Fettlösliche: A,D,E,F
z.B. in Löwenzahn, Garten- oder Brunnenkresse, Brennessel

Cumarine: sekundäre Pflanzenstoffe

Inulin: Gemisch aus Polysacchariden. Wirkt nicht auf Blutzuckerspiegel (Diabetes)

Terpene: Bestandteil d. ätherischen Öle

Histamin: ist ein Naturstoff, der bei allergischen Reaktionen eine zentrale Rolle spielt (Histamin-Intoleranz)

Amine: sind org. Abkömmlinge des Ammoniaks

Methylbutenol: Pflanzeninhaltsstoff

Sitosterine: sekundärer Pflanzenstoff, ähnelt in Struktur dem Cholesterin

Urolsäure: in ätherischen Ölen enthalten, fängt zellschädigende freie Radikale ab

Safrol: Bestandteil ätherischer Öle, angenehmer Geruch, allerdings schädlich für Leber und Niere!

 

Literatur & Links:

Knusperpfote 
Danninger Claudia

     

www.pahema.com

Kräuterbuch für Hunde (CADMOS Verlag, ISBN 3-86127-741-7)

     

TIPP ! Die Kräuter in meinem Garten von Siegrid Hirsch (Autor), Felix Grünberger (Autor)
Gebundene Ausgabe: 641 Seiten
Verlag: Freya; Auflage: Neuauflage 2009. (2. September 2008)

Kontakt:

Sabrina Hauser
2485 Wampersdorf
Tel: 0699/11305205
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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